Afghanistan - Wana Limar zu Besuch in Phorms-Berlin Süd

    10.01.2019 | Campus Berlin Süd

    Am 26.11.2018 kam Wana Limar, eine in Afghanistan (Kabul) geborene, Journalistin, Influencerin und Moderatorin zu uns in die Schule, um mit uns über ihr Herkunftsland Afghanistan zu sprechen. In den Wochen zuvor hatten wir uns im Unterrichtsfach Ethik mit dem Land Afghanistan auseinandergesetzt und begleitend das Buch „Ich bin Malala“, welches ebenfalls Afghanistan zum Inhalt hat, gemeinsam gelesen.
    Wir waren alle sehr überrascht, dass Wana so gut Deutsch sprach. Sie hat uns daraufhin erzählt, dass sie bereits als Baby zusammen mit ihren Eltern und ihren Geschwistern vor den Taliban nach Deutschland in die Stadt Hamburg geflohen war. Dort lebte sie bis zu ihrem vierten Lebensjahr in einem Flüchtlingsheim. Sie hat uns auch erzählt, dass sie aufgrund der Tatsache, dass sie noch so klein war, als sie Afghanistan verlassen mussten, keine Erinnerungen an die Taliban hatte, jedoch ihre älteren Geschwister und Eltern, die ihr später sehr viel von dieser schrecklichen Zeit berichtet haben.
    Wana hat uns aber auch erzählt, dass Afghanistan eigentlich ein sehr schönes und friedliches Land war. Die Menschen dort haben ein großes Herz, sind für einander da und halten (vor allem in der Familie) zusammen. Jedoch als die Taliban die Macht ergriffen, begann der Terror in ihrem Herkunftsland. Die Taliban verboten den Kindern zur Schule zu gehen, die Frauen mussten Ganzkörperschleier tragen und durften nicht ohne Mann auf die Straße gehen. Alles war plötzlich wieder rückständig. Die Menschen dort wurden eingeschüchtert und bekamen große Angst – so große Angst, dass sie zu Flüchtlingen wurden, wie Wana und ihre Familie.
    Wana selbst war seit ihrer Flucht nicht mehr in Afghanistan (Kabul), da sie immer noch Angst vor dem weiterhin bestehenden Terror der Taliban hat.
    All diese Erlebnisse und Erzählungen aus Afghanistan haben Wana und ihre Schwester stark geprägt. Daraufhin haben sie in Hamburg einen Verein gegründet, der Visions for Children e.V. heißt. Dieser Verein konzentriert sich auf die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern, insbesondere in Krisenregionen wie Afghanistan. Visions for Children e.V. engagiert sich dafür, dass jedes Kind die Möglichkeit einer Grundbildung bekommt und Grundfähigkeiten wie Lesen und Schreiben erlernt, was in sehr vielen Teilen der Welt vielen Kindern verwehrt wird und für uns eine Selbstverständlichkeit ist.
    Hier hat mich Wana sehr an Malala erinnert, da auch Malala sich für das Recht auf Bildung (vor allem bei Mädchen) einsetzt, was mich sehr beeindruckt hat.
    (Smila Helene Nussbaum, 7b)
     
    https://visions4children.org/